Geschichte

Wie alles begann

Dass bei schönem Wetter einige Modellbauer sonntagmorgens ihre Schiffe auf dem Monreposee in Ludwigsburg fahren ließen, sprach sich im Jahre ’86 langsam herum. So kam es, dass immer mehr Leute das Ufer bevölkerten, um entweder zuzuschauen oder um ihr eigenes Modell bewundern zu lassen.
Neulinge bekamen Tipps und Anregungen der „Profis“, sodass einige gar nicht so sehr zum Fahren kamen, sondern vor allem, um eine Lösung für ihr Problem zu bekommen. So entwickelte sich langsam eine lockere Gruppe, die sich regelmäßig traf.
Als der Sommer schon in seinen letzten Zügen lag, hing plötzlich ein Plakat an einem Baum: „Wer hat Lust einen Schiffsmodellbauverein mitzugründen?“
Spontan zeigten einige ihr Interesse zu dieser Aktion, sodass man auch eine Vereinssatzung ausarbeiten konnte.
Am 3. Oktober 1986 war es dann soweit. In der Kaiserhalle in Ludwigsburg fand die Gründungsversammlung des Schiffsmodellbau-Club Ludwigsburg-Bietigheim e.V. statt. (Ludwigsburg als Vereinssitz und Bietigheim, weil wir Kontakte mit der Stadt hatten, um die Enz als Vereinsgewässer nutzen zu können.)
Vierundzwanzig anwesende Gründungsmitglieder feilten stundenlang an der endgültigen Satzung und der Geschäftsordnung, und wählten eine Vorstandschaft. Damit konnte unser Verein am 7. November 1986 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Ludwigsburg eingetragen werden.
Am Anfang unseres Vereinslebens traf man sich regelmäßig in den Nebenzimmern diverser Gaststätten, was aber keine befriedigende Lösung darstellte. Auf Vermittlung eines Mitglieds konnten wir dann unsere Vereinsabende im Schützenhaus in Freiberg abhalten. Dort war genügend Platz, um unsere Schiffe mitzubringen oder um unsere Pläne auszubreiten. Das wichtigste war, dort waren wir ungestört und umgekehrt störten wir auch keinen anderen.
Als Vereinsgewässer nutzten wir weiterhin den Monreposee, auf dem wir (in Absprache mit den Anglern) sonntags ab 10.30 Uhr unsere Boote ins Wasser setzten. nach oben


Der erste Krach

Unser erstes Jahr mit zwei erfolgreichen Präsentationen ist vergangen.
Da einige unserer Freiberger Mitglieder recht gute Verbindungen ins dortige Rathaus hatten, bekamen wir das Angebot, dass wir, wenn wir unseren Verein in „Freiberg“ umbenennen, von der Stadt finanzielle Förderung, einen Vereinsraum und uneingeschränktes Nutzungsrecht des Marktplatzsees bekommen.
Aus diesem Grund war für die kommende Hauptversammlung im Februar ’88 der Antrag auf Änderung des Vereinsnamen gestellt worden.
Die Hauptversammlung verlief in ganz normalen Bahnen, das heißt, die Vorstandschaft wurde entlastet und bei der anschließenden Wahl auch wieder bestätigt. Nur beim Antrag auf die Namensänderung gab es sehr hitzige Diskussionen. Bei der abschließenden Abstimmung war die Mehrheit der anwesenden Mitglieder (75%) für die Umbenennung in „SMC-Freiberg a.N. e.V.“. Damit war die Hauptversammlung beendet, doch die Diskussionen gingen noch ziemlich lange weiter.
Nur wenige Wochen später kam es zu einer außerordentlichen Hauptversammlung, deren einziger Tagesordnungspunkt die Namensänderung war. Der Vorstand stellte den Antrag, nochmals über das Thema zu diskutieren. Dieser wurde aber abgelehnt und somit kam es gar nicht zu einer erneuten Abstimmung. Daraufhin trat der Vorstand geschlossen zurück und ein neuer wurde gewählt. Einige Mitglieder meinten wohl, sich darüber Luft machen zu müssen und machten ihre Stimmzettel mit dummen Bemerkungen ungültig. Daraufhin forderte der neu gewählte 1. Vorsitzende alle, die mit dem neuen Vereinsnamen und dem neuen Vorstand nicht einverstanden waren, auf, den Verein zu verlassen. nach oben


Höhepunkte

In der Gemeindehalle von Gemmrigheim fand 1987 unsere erste Ausstellung statt, die von der Bevölkerung mit regem Interesse besucht wurde.

Im Breunigerland Ludwigsburg stellten einige Mitglieder im selben Jahr ihre Modelle an einem Samstag aus. In der gut besuchten Einkaufspassage fanden wir die Aufmerksamkeit der Besucher.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutsch-französischen Freundschaft war im Blühenden Barock in Ludwigsburg ein riesiges Fest mit vielen jugendlichen Besuchern aus beiden Ländern. Auch hochrangige Politiker trafen sich bei diesem Jubiläum. Wir führten unsere Schiffe als Rahmenprogramm auf dem See unterhalb des Schlosses vor.

Beim Tag der Offenen Tür der BASF in Besigheim fuhren wir auf dem dortigen Klärbecken mit unseren Modellen. Wir sind wahrscheinlich einer der einzigen Vereine, der jemals in einer Kläranlage ein Schaufahren veranstaltete.

1989 fand kurzfristig ein Powerboottreffen in Bietigheim-Bissingen auf der Enz statt.

Während der Landesgartenschau in Bietigheim-Bissingen konnten wir auf der Enz bei unserem Schaufahren erstmals viele Modellbauer aus Nah und Fern begrüßen, die ihre interessanten Modelle mit vielen Funktionen vorführten.

Im Rahmen des Freiberger Tages hatten wir nochmals die Gelegenheit, auf der Landesgartenschau kleinere Modelle auf der Wasserachse vorzuführen. Des Weiteren hatten Besucher die Möglichkeit, selbst einmal ein Boot zu steuern. Selbst der Freiberger Bürgermeister machte davon Gebrauch.

1988 wagten wir erstmals eine Ausstellung in der Stadthalle in Freiberg. Obwohl unsere Stadthalle relativ groß ist, belegten wir für die Ausstellung die ganze Halle. Eine großzügige Raumaufteilung ließ alle Modelle gut zur Geltung kommen. Mit den Besucherzahlen waren wir zufrieden, sodass wir uns entschlossen, im Abstand von mehreren Jahren eine Ausstellung in Freiberg zu veranstalten.
1993 setzten wir dann diese Ausstellungsserie in Zusammenhang mit einer C-Leistungsschau des SMC Stuttgart fort.
1996 wurde die Ausstellung zu unserem 10-jährigen Jubiläum zusammen mit einem Modellbauflohmarkt durchgeführt.
Im Frühjahr 1999 veranstalteten wir eine 2-tägige Ausstellung, wieder gemeinsam mit einer C-Leistungsschau des SMC Stuttgart.

Als jährlicher Abschluss der Fahrsaison stellen wir seit 1989 auf der Modellbau Süd unsere Modelle aus. Unsere Rennbootfahrer beteiligen sich bei den verschiedenen Wettbewerben tatkräftig im Kampf um die ersten Plätze.

1996 beteiligten wir uns erstmals an der im Frühjahr stattfindenden Faszination Modellbau in Sinsheim, die rein dem Modellbau gewidmet ist und 1994 zum ersten Mal stattfand. 1996 war die Messe noch ein Geheimtipp, sodass sich die Besucherzahlen in Grenzen hielten. Aber jedes Jahr „stürmen“ immer mehr Besucher die Messe (2000: über 43300 Besucher), die einen überregionalen Charakter bekommen hat.

Auch Veranstaltungen der Stadt Freiberg a.N. rund um den Markplatzsee stehen fest auf unserem Programm. Zu nennen wären „Gastliches Freiberg“, der „Fischmarkt“, das „Bürgerfest“, das „Ferienprogramm“ und das „Marktplatzfest“. nach oben